Amazon – das wohl bekannteste Kundenportal im B2C-Umfeld. Wir alle möchten die Vorteile der Informationseinsicht, der Historiendaten über Bestellungen und Rechnungen sowie One-Click-Orders nicht mehr missen. Aber wie sieht es im B2B-Kontext aus? Hier sind Kundenportale noch lange nicht Gang und Gäbe.

Warum jedes B2B-Unternehmen ein Kundenportal benötigt

Es gibt viele Gründe, die aus Unternehmenssicht für ein Kundenportal im B2B-Kontext sprechen. Zum Einen bietet es die Möglichkeit, Zeit und Kosten zu sparen, denn Kunden können viele Informationen selbstständig in Erfahrung bringen. Dies schafft Freiheiten für Ihre Mitarbeiter, die bisher die alltäglichen Anfragen von Kunden bearbeitet haben und sich Informationen mühsam zusammensuchen mussten. Durch die Verlagerung dieser Tätigkeiten können sich Ihre Mitarbeiter auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren und die Kundenbeziehungen intensivieren, als nur ein Informationsbeschaffer zu sein.

Die Bereitstellung von Self-Services im Kundenportal kann gleichzeitig die Kundenzufriedenheit erhöhen, denn man muss als Kunde nicht mehr zum Hörer greifen, um daraufhin eine Ewigkeit in der Warteschleife zu verbringen, sondern kann zu jeder Zeit auf alle Informationen (z.B. Aufträge, Rechnungen, Lieferungen, Maschinenstatus) zugreifen und selbstständig Aktionen ausführen (z.B. Reklamationen oder Servicemeldungen erstellen, Ersatzteile bestellen). Dies sorgt dafür, dass der Kunde langfristig an das Unternehmen gebunden werden kann.


Außerdem bieten Kundenportale auch
bessere Auswertungsmöglichkeiten. Es kann beispielsweise analysiert werden, für welche Produkte sich der Kunde interessiert oder welche Maschinenteile er innerhalb eines Jahres nachbestellt hat, um daraufhin einen besseren Service und passende Produkte anzubieten. Nicht zuletzt bieten sich auch marketingtechnisch Möglichkeiten an, personalisierte Marketingaktionen, basierend auf den erhobenen Daten, auszuspielen und damit die Conversionrate anzukurbeln.

Die wichtigsten Bestandteile eines B2B-Kundenportals

Die Bestandteile eines B2B-Kundenportals sind stark abhängig von der jeweiligen Branche und dem Anwendungsfall, doch es gibt einige Basisfunktionen, die wirklich jedes Kundenportal haben sollte:

  • Verfügbarkeit aller Stammdaten
    Alle Daten rund um den Kunden – zentral verfügbar mit der Möglichkeit, diese einzusehen und anzupassen. Im besten Fall kommen diese direkt aus dem SAP ERP-System.

  • Status-Übersicht über Aktionen
    Dies betrifft z.B. den Status von Bestellungen, Lieferungen, Reklamationen und Rechnungen.

  • Info-Bereich für Neuigkeiten
    Das Kundenportal bietet die perfekte Plattform, um dem Kunden wichtige Informationen bereitzustellen und ihn über Neuigkeiten zu informieren, wie z.B. neue Produktreihen oder zusätzliche Services.

  • Produktinformationen
    Alle wichtigen Informationen rund um die Produkte sollten im Kundenportal Platz finden, sodass sich der Kunde bei Fragen selbstständig informieren kann, wie z.B. die Bereitstellung von Handbüchern, Anleitungen oder auch FAQs.
  • B2B-Webshop
    Zu guter Letzt bildet auch der B2B-Webshop eine wichtige Basisfunktion für das B2B-Kundenportal. Nutzen Sie Cross- und Upselling-Potenziale gezielt aus und ermöglichen Sie es Ihren Kunden, zusätzlich Ersatzteile einfach nachzubestellen.

Dabei ist das Wichtigste, dass der Anwender (in dem Fall Ihr Kunde) Spaß an der Verwendung des Kundenportal hat und alle relevanten Informationen erhält.

itmX commerce Devices

Wenn auch Sie auf der Suche nach einem Kundenportal sind und das SAP ERP ECC oder S/4HANA nutzen, dann sind Sie genau richtig bei uns. Werfen Sie doch einen Blick auf unsere Produkt-Seite oder vereinbaren Sie direkt einen Termin mit einem Experten.

Zu itmX commerce

Innovative Features im B2B-Kundenportal

Wie sieht die Zukunft des B2B-Kundenportals aus? Welche Features könnten in Zukunft Anwendung finden?
Immer wieder wird von der Integration von IoT- und KI-basierten Prozessen gesprochen. Hierbei steht im Fokus, das Kundenportal als Schnittstelle für die Omnichannel-Strategie zu nutzen. In diesem Kontext sind personalisierte Produkt- und Servicevorschläge auf Basis des User-Verhaltens genauso denkbar wie die vorausschauende Maschinenwartung oder Serviceunterstützungen mittels Virtual Reality.
Um das Nutzererlebnis für den Kunden so angenehm wie möglich zu gestalten, können Chatbots zum Einsatz kommen, die häufig auftretende Fragen unmittelbar beantworten und u.U. auch direkt an den passenden Vertriebskollegen verweisen können. Je nach Branche und Komplexität der Produkte können auch Explosionszeichnungen bei der Ersatzteilbestellung unterstützen oder Digital Twins im Kundenportal eingebunden werden.

Sie sehen, die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Wie sind Sie im Bereich Kundenportal und Self-Services aufgestellt?

Kontaktieren Sie mich gerne jederzeit bei Fragen oder Anregungen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

itmX Podcast Coverbild

Sie möchten tiefer in das Thema Kundenportale einsteigen?

Dann ist unsere Podcastepisode: „B2B-Kundenportale – aktueller denn je“ perfekt für Sie.

Zum Podcast

Über den Autor
Robin Hartmann
Robin HartmannHead of Modern Workplace & Business Intelligence
Robin ist als Head of Modern Workplace & Business Intelligence für die Optimierung der Prozesse unserer Kunden verantwortlich und hilft Ihnen dabei, sich für die zukünftigen Herausforderungen aufzustellen. Als kreativer Kopf und Querdenker treiben ihn vor allem Innovationsthemen an. Durch seine Nähe zum Kunden erfährt er die realen Geschäftsanforderungen aus erster Hand und hat Spaß daran, diese gemeinsam mit unseren Kunden voranzutreiben.