Obwohl SAP die Wartungsfrist für die Kernanwendungen der SAP Business Suite 7 bis 2027 mit anschließender Extended-Wartung sogar bis 2030 zugesagt hat, ist eines sicher: an S/4HANA wird kein Weg vorbeiführen. Denn S/4HANA ist für Kunden der SAP die Architektur und Plattform der Zukunft. Die wohl drängendste aller Fragen für Kunden der SAP bleibt aber: wie migriert man das bestehende System optimal auf S/4HANA, um die vielfältigen Möglichkeiten der neuen Plattform zu nutzen? Und was passiert mit bereits getätigten Investitionen und mit Drittsystemen?

SAP S/4 HANA ist die intelligente Business Suite der SAP für die nächste Generation. Auf Grundlage der bewährten Best Practices und der Automatisierung durch künstliche Intelligenz, ermöglicht S/4HANA den Wandel zum digitalen Unternehmen. Damit haben Unternehmen die Chance nicht nur den Weg in die Cloud bzw. zu hybriden Architekturen zu schaffen, sondern vereinfachen auch gleichzeitig ihre IT-Landschaft, was wiederum die Gesamtkosten verringert.

Aktuelle Umfragen der deutschsprachigen SAP Anwendergruppe DSAG zeigen, dass die Notwendigkeit des S/4 HANA Umstiegs zwar gesehen wird, es aber dennoch eine gewisse Zurückhaltung gibt – was sicherlich auch an den turbulenten und unsicheren Zeiten liegt. Stand heute haben 14% der befragten Unternehmen S/4HANA bereits im Einsatz (2020: 10 Prozent) und weitere 39% planen, innerhalb der nächsten 3 Jahre darauf zu migrieren.

Quelle: DSAG Investitionsreport 2021 (https://www.dsag.de/pressreleases/dsag-investitionsreport-2021-mit-steigenden-it-investitionen-der-krise-trotzen)

Der Umstieg auf S/4HANA sollte gut geplant sein

Um die Business Suite SAP S/4HANA als digitalen Kern aller Unternehmensprozesse und damit als Basis für die Digitalisierung Ihres Unternehmens einsetzen zu können, sollte der Umstieg gut geplant sein.

Es gibt verschiedene Szenarien, die zu S/4HANA führen: Greenfield, Brownfield oder auch die selektive Migration.

Beim Greenfield Ansatz wird eine komplette Neuinstallation des SAP S/4HANA Systems vorgenommen. Das Brownfield Vorgehen ist im Prinzip ein Software-Upgrade, bei dem alle bisherigen Daten und Einstellungen erhalten bleiben. Die selektive Migration wiederum ist eine hybride Strategie aus den beiden vorangegangenen Ansätzen, die aber auf Brownfield basiert. Das alte System wird ohne Daten kopiert und auf S/4HANA umgestellt. Dann wird dieses leere System per Datenmigration mit den Altdaten gefüllt.

Die SAP selbst empfiehlt als Vorgehensweise den Greenfield Ansatz, was bei Kunden allerdings zwiespältige Meinungen hervorruft. Zum einen, weil damit ein radikaler Neuaufbau der gesamten SAP-Umgebung notwendig wird, dessen Ausmaß im Vorfeld schlecht abzuschätzen ist. Zum anderen aber auch, weil bisher getätigte Investitionen in das Altsystem so nicht gesichert sind. Beim Brownfield Ansatz hingegen kann dies durch entsprechende Datenmigration gewährleistet werden.

Bei einer Conversion nach der Brownfield Strategie kann auf bestehende Elemente der SAP-Umgebung sowie auf Systeme, die mit Lieferanten- und Partnersystemen verbunden sind, aufgebaut werden. Die sukzessive Herangehensweise minimiert nicht nur Verzögerungen und Störungen, sondern das Tempo der Migration kann zudem auch an das vorhandene Budget und die geschäftlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Drittsysteme und Schnittstellen dürfen nicht vernachlässigt werden

Wir als CRM-Anbieter haben ja aber eigentlich gar nichts mit den Migrationsszenarien auf S/4HANA zu schaffen, denken Sie jetzt bestimmt. Ja und nein. Wir sind sicherlich kein Transformationspartner, der bei Ihnen im Hause die Migration von ECC auf S/4HANA vornimmt. Dennoch ist auch unser CRM-System von der Umstellung betroffen.

Durch den S/4HANA Umstieg finden einige technische Veränderungen im System statt. Einige Funktionen, Tabellen und Strukturen gibt es nicht mehr, andere kommen neu hinzu (z.B. Vertriebskontakte (CAS Kontakte), Geschäftspartner/Business Partner, usw.). Die Datenbanktechnologie ändert sich und ist nun eine in Memory Datenbank. Diese technologischen Veränderungen beeinflussen natürlich auch die Bestandteile der itmX crm suite und führen somit zu notwendigen Anpassungen.

Bereits im SAP ECC muss die Umstellung auf die Geschäftspartner erfolgen. Da das itmX crm in SAP integriert ist, kann hier jedoch auf einfachem Wege auf Geschäftspartner gewechselt werden. Im CRM-Umfeld werden bei der S/4HANA Conversion neben den Geschäftspartnern u.a. auch Aktivitäten und Opportunities sowie deren Customizing-Einstellungen über entsprechende Pfade migriert. Somit sind die bekannten Funktionen der itmX crm suite unter S/4HANA weiterhin verfügbar.

Durch die Abkündigung des SAP ECC durch SAP wird eine Conversion auf S/4HANA in den nächsten Jahren zwingend erforderlich. Beim Umstieg des itmX CRM auf S/4HANA unterstützen wir Sie natürlich und bieten Ihnen Best Practices mit passenden Migrationspfaden und entsprechendem Toolset für Ihren Umstieg von itmX crm ECC auf die S/4HANA Edition, unabhängig davon, für welchen S/4HANA Ansatz Sie sich entscheiden.

Die Entscheidung für einen Brownfield-Ansatz, Greenfield-Ansatz oder einen Mittelweg bei Ihrer S/4HANA Conversion spielt auch für uns eine entscheidende Rolle. Bitte binden Sie unsere Experten deshalb frühzeitig in die Planung und Umsetzungsstrategie ein, um ggfs. aufkommende Fragen frühzeitig zu klären.

 

Die itmX crm suite ist SAP S/4HANA zertifiziert.

Über den Autor
Stefan Eller
Stefan EllerCRM Evangelist und Geschäftsführer itmX
Stefan ist Visionär, Innovator und CRM-Evangelist der ersten Stunde. Bereits seit den frühen 90er Jahren bewegen ihn die Themenbereiche Marketing, Vertrieb und Service. Des Weiteren begleiten ihn die Themen Integration und User Experience seit Beginn seiner Karriere.