Die SAP-Welt befindet sich im Umbruch. Seit das Walldorfer Unternehmen im Jahr 2015 mit SAP S/4HANA, dem Nachfolger des bisherigen Kernproduktes, eine völlig neue Epoche seiner Anwendungen eingeläutet hat, stehen viele Unternehmen vor der Frage, wie und vor allem wann der Wechsel auf die neue Technologie vollzogen werden soll.

Eine Kernanwendung des SAP ERP ist die CRM-Komponente und diese wird, in ihrer aktuellen Version 7.0, nur noch bis 2027 unterstützt. In der optionalen Extended-Wartung bis 2030. Spätestens dann aber stellt sich für die heutigen Anwender die Frage: was tun mit dem SAP CRM?

In unserer dreiteiligen Blogserie wird Ihnen Michael Stump, Geschäftsführer und SAP CRM-Experte der itmX GmbH, das Für und Wieder der SAP-eigenen CRM-Lösung aufzeigen und Sie gleichzeitig über Alternativen informieren.

SAP integriert CRM-Prozesse im S/4-Core

SAP CRM on Premise in der SAP Business Suite Version 7 ist auch heute noch eines der meist verbreiteten CRM-Systeme im SAP-Universum.

Die meisten Unternehmen decken damit hauptsächlich Vertriebsprozesse wie Opportunitymanagement, Besuchsberichtswesen und Angebotswesen ab. Das System kann jedoch auch im Marketing verwendet werden. Über den sogenannten Segmentbilder ist es möglich, Marketingkampagnen zu planen und abzuwickeln.

In den letzten Jahren hat die SAP jedoch wenige bis gar keine Weiterentwicklungen des klassischen SAP CRM on Premise betrieben. Denn die Zukunft der SAP liegt im S/4HANA Customer Management – ein Add-on, welches auf S/4HANA aufbaut und dessen größter Vorteil die Integration ohne Middleware ist.

Ein Grund dafür ist die Cloud-first Strategie, die die SAP mit S/4HANA eingeläutet hat. Zum anderen liegt dies aber auch daran, dass moderne CRM-Anforderungen, wie beispielsweise der Einsatz von Collaboration Tools für die interne Zusammenarbeit, die Integration von Social Media oder auch smarte mobile Clients mit SAP CRM nicht umzusetzen sind.

Dennoch haben viele Kunden beschlossen, das System zunächst weiter zu betreiben. Das liegt natürlich auch daran, dass hier über die Jahre, teure und komplexe Schnittstellen entwickelt wurden, um an das SAP ECC anzudocken aber auch an der Tatsache, dass SAP schon länger eine integrierte Variante des SAP CRM unter SAP S/4 angekündigt hat.

S/4 HANA Customer Management liefert Mehrwerte für Systemverantwortliche –  aber auch für die Anwender?

Im Core von S/4 findet sich nun wirklich das SAP CRM und zwar unter dem Namen S/4 HANA Customer Management. SAP verfolgt mit dieser Entwicklung den Weg, der die SAP einst so erfolgreich gemacht hat: sie liefert ein System, das integrierte Prozesse abbildet. In diesem Fall bietet die SAP dem Kunden einen Prozess, der bei der Leadgenerierung beginnt, das Opportunitymanagement integriert und den Prozess über Angebots- und Auftragsmanagement, konsequent bis zur Faktura abbildet.

Hierfür kombiniert die SAP das Beste aus zwei Welten unter dem Business Partner.

SAP S/4 HANA Customer Management

SAP S/4HANA für das Kundenmanagement verfügt über dedizierte Geschäftsanwendungen und eigene Geschäftsobjekt- und generische Interaktionsschichten

Mit der Installation des Customer Managements auf S/4 HANA werden alle Informationen und Prozesse, die Relevanz im Kundenbeziehungsmanagement besitzen, Teil des HANA-Datenbankschemas und die doppelte Datenhaltung, wie sie einst zwischen ERP und CRM bestanden hat, wird überflüssig.

Für die Systemverantwortlichen stellt dies einen riesigen Mehrwert dar. Beim Umstieg auf S/4 sind die Daten des SAP CRM nicht nur relativ einfach zu migrieren. Die Infrastruktur wird auch um ein Vielfaches einfacher, da die Schnittstelle zwischen den Systemen entfällt.

Was bedeutet das aber für die Anwender? Auf genau dieses Thema gehen wir im nächsten Teil unserer dreiteiligen Blogserie ein. Bleiben Sie dabei.

Näheres zum Thema CRM mit S/4HANA erfahren Sie außerdem in unserem Vortrag von Michael Stump.

Michael Stump
Michael StumpManaging Director itmX
Michael gehört zum Geschäftsführungstrio der itmX und weiß mit seiner langjährigen Projekterfahrung immer, wo den Kunden der Schuh drückt. Bereits seit Mitte der 90-er Jahre ist er im SAP-Business tätig und zeichnet sich hier als Experte für die Themenbereiche Marketing, Sales und E-Commerce aus. Mit seiner Expertise unterstützt er unsere Kunden bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien.

Lesen Sie auch die anderen Teile unserer Blogserie