Microsoft Ignite 2025: KI, Copilot und Power Platform – Das sind die Highlights

Die Microsoft Ignite ist jedes Jahr ein echtes Feuerwerk an Innovationen und 2025 war keine Ausnahme. Vom 17. bis 21. November drehte sich in San Francisco alles um die Zukunft der Arbeit. Wir haben uns die Highlights angeschaut und uns gefragt: Was heißt das konkret für Unternehmen und für den Mittelstand? Wenn wir ehrlich sind: Das Buzzword „KI“ ist inzwischen überall. Aber auf der Ignite wurde klar: Wir sind raus aus der Experimentierphase. Microsoft spricht von der „Era of Frontier Firms“ – Unternehmen, die KI nicht nur als nettes Add-on sehen, sondern sie in ihre Prozesse integrieren. Das bedeutet: KI kann mehr als nur Zeit sparen. Sie kann Dinge möglich machen, die bisher undenkbar waren.

Microsoft 365 Copilot erhält mit „Work IQ“ eine neue Fähigkeit

Copilot ist längst mehr als ein einfacher Chat-Assistent. Mit dem neuen Konzept „Work IQ“ erweitert Microsoft die Intelligenz von Copilot: Er soll künftig die gesamte Arbeitsweise einer Organisation verstehen – von komplexen Organisationsstrukturen über Freigabeprozesse bis hin zu Informationsflüssen.

Damit wird er nicht nur ein Werkzeug, sondern ein intelligenter Begleiter, der den Kontext kennt und proaktiv unterstützt. Ein Highlight ist der neue Agent-Modus in Word, Excel und PowerPoint: Copilot agiert wie ein digitaler Kollege, der aktiv mitarbeitet, Aufgaben eigenständig vorantreibt und so die Produktivität auf ein neues Level hebt.

Partnerschaften und offene KI-Modelle für mehr Flexibiltät

Parallel dazu baut Microsoft sein KI-Ökosystem weiter aus. Neben den bekannten OpenAI-Modellen werden künftig auch Modelle von Anthropic (Claude) integriert. Zudem stärkt die Kooperation mit NVIDIA die Rechenleistung für KI-Anwendungen, um selbst anspruchsvollste Szenarien zu bewältigen. Das Ziel ist klar: Unternehmen sollen mehr Auswahl und Flexibilität bei der Nutzung von KI erhalten – und das alles unter dem Dach von Responsible AI, um Sicherheit und ethische Standards zu gewährleisten.

Power Platform: Low-Code war gestern

Die Power Platform war bisher das Tool für Low-Code-Entwicklung – ideal für Citizen Developer, die ohne tiefes Programmierwissen Apps und Workflows erstellen wollen. Doch Microsoft geht einen Schritt weiter: KI macht die Plattform noch smarter. Was bedeutet das konkret?

  • Power Apps mit „Vibe Coding“: Sie beschreiben Ihre App einfach in natĂĽrlicher Sprache – und die KI baut sie fĂĽr Sie.
    Ein Beispiel: „Erstellen Sie eine Freigabe-App mit den Feldern Name, Datum und Status“ – und die App entsteht live vor Ihren Augen. Perfekt für schnelle Prototypen. Aber Achtung: Aktuell nur mit Microsoft Dataverse nutzbar und noch im Preview.

  • Power Automate mit „Generative Actions“: Workflows bauen war bisher oft mĂĽhsam. Mit Generative Actions beschreiben Sie einfach, was passieren soll und die KI schlägt passende Konnektoren vor.

  • Power BI mit natĂĽrlicher Sprachsteuerung dank MCP-Server: Kennzahlen abfragen ohne komplizierte Formeln? Mit dem neuen Model Context Protocol (MCP) können Sie einfach fragen: „Zeigen Sie mir den Umsatz fĂĽr 2025“ – und Power BI liefert die Antwort.

    Das klingt nach einer echten Revolution fĂĽr Citizen Developer. Aber: Viele dieser Features sind noch im Preview und aktuell nur in den USA verfĂĽgbar.

     

Fazit

Viele Funktionen sind aktuell noch im Preview und vorerst in den USA verfügbar. Für Unternehmen heißt das: Prototypen testen, Erfahrungen sammeln, aber nicht sofort alles umstellen. Wer früh experimentiert, kann sich Wettbewerbsvorteile sichern, aber mit Augenmaß und klarer Strategie. Die Ignite 2025 hat gezeigt: KI ist kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität.

Ob Copilot, Power Platform oder neue Partnerschaften – Microsoft setzt konsequent auf intelligente Automatisierung. Jetzt gilt es, die Chancen zu erkennen und den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg zu wählen. Wir unterstützen gerne dabei!

👉 Lesen Sie auch unseren Blogbeitrag zum Thema „Microsoft Power Platform: Wie gelingt ein erfolgreicher Start?“

 

Ăśber den Autor

Robin Hartmann
Robin HartmannHead of Modern Work and Business Intelligence itmX GmbH
Robin ist als Head of Modern Work and Business Intelligence für die Optimierung der Prozesse unserer Kunden verantwortlich und hilft Ihnen dabei, sich für die zukünftigen Herausforderungen aufzustellen. Als kreativer Kopf treiben ihn vor allem Innovationsthemen an. Durch seine Nähe zum Kunden erfährt er die realen Geschäftsanforderungen aus erster Hand und hat Spaß daran, diese gemeinsam mit unseren Kunden voranzutreiben.